{"id":51,"date":"2018-09-11T15:32:36","date_gmt":"2018-09-11T13:32:36","guid":{"rendered":"https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/?p=51"},"modified":"2021-06-25T21:48:16","modified_gmt":"2021-06-25T19:48:16","slug":"das-gottesgnadentum-des-deutschen-kaisers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/2018-09-11-das-gottesgnadentum-des-deutschen-kaisers\/","title":{"rendered":"Das Gottesgnadentum des Deutschen Kaisers."},"content":{"rendered":"<p>Artikel als Podcast anh\u00f6ren:<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/anchor.fm\/bismarcks-erben\/embed\/episodes\/Das-Gottesgnadentum-des-Deutschen-Kaisers--Bismarcks-Erben-e1315ti\" width=\"800px\" height=\"204px\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>Wir wollen heute auch endg\u00fcltig mit einer weiteren niedertr\u00e4chtigen Desinformation aufr\u00e4umen, die in Videos und sozialen Medien immer wieder gerne genutzt wird, um den Deutschen ihr rechtm\u00e4\u00dfiges Erbe madig zu machen:<\/p>\n<p><strong>Das Gottesgnadentum des Deutschen Kaisers.<\/strong><\/p>\n<p>Eine beliebte und h\u00e4ufig aufgestellte Behauptung lautet: Der K\u00f6nig von Preu\u00dfen als Pr\u00e4sident des Bundes mit dem Titel Kaiser, m\u00fcsse, weil er die Ehrenfloskel &#8222;von Gottes Gnaden&#8220; f\u00fchrt, logischerweise ein Vasall des Vatikans sein und somit m\u00fcsse das Deutsche Reich automatisch ein Lehen des Papstes und dem r\u00f6mischen bzw. dem kanonischen Recht unterworfen sein.<\/p>\n<p>Dem kann man nur entgegnen: Bitte, lernt einfach die deutsche Geschichte.<\/p>\n<p>Da das deutsche Bildungssystem seit nunmehr 73 Jahren den verleumderischen Lehrpl\u00e4nen der Besatzer untersteht, die &#8222;fanatisch entschlossen sind, dem deutschen Volk jegliches Verm\u00e4chtnis von Bismarck, dem letzten Kaiser und Hitler vorzuenthalten&#8220; [1], werden wir nun an dieser Stelle Licht ins Dunkel der Geschichte bringen.<\/p>\n<p>Das Heilige r\u00f6mische Reich deutscher Nationen ging im Jahr 1806 mit der Niederlegung der Kaiserw\u00fcrde des Hauses Habsburg unter. Urs\u00e4chlich daf\u00fcr war die Niederwerfung Europas durch Napoleon Bonaparte, dem selbsternannten Tyrannen-Kaiser, dem erst durch den Befreiungskrieg der Jahre 1813 bis 1815 Einhalt geboten werden konnte. An der Vernichtung Napoleons trugen das zaristische Russland und das K\u00f6nigreich Preu\u00dfen die Hauptlast, das K\u00f6nigreich Preu\u00dfen stieg damit endg\u00fcltig zur Gro\u00dfmacht in Europa auf und trug in der Folge auch die entscheidende Rolle bei der <a href=\"https:\/\/wissen.ewigerbund.org\/30-kleine-deutsche-verfassungsgeschichte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neugr\u00fcndung des Deutschen Reiches<\/a>, wie sie 1871 erfolgte.<\/p>\n<p>Das Pr\u00e4sidium des Bundes mit dem Titel Deutscher Kaiser wurde dem K\u00f6nig von Preu\u00dfen als Staatsoberhaupt des fl\u00e4chenm\u00e4ssig gr\u00f6\u00dftem, milit\u00e4risch und wirtschaftlich st\u00e4rkstem Bundesstaat des Reiches zugedacht. Als pares inter parem (lat. Gleicher unter Gleichen) aber auch primus inter pares (lat. Erster unter Gleichen) f\u00fchrte er den Vorsitz des Bundes und als solcher hatte er in Kraft zu setzen, was Reichstag und Bundesrat f\u00fcr Recht erkannten und beschlossen.<\/p>\n<p>Und so findet sich gleich auf der ersten Urkunde, die Wilhelm in seinem Amt als Kaiser zu unterzeichnen hatte, n\u00e4mlich die Verfassungsurkunde des Deutschen Reichs, folgende Ehrenfloskeln als Einleitung:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/verf-1871-verfassungsurkunde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-52\" src=\"https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/verf-1871-verfassungsurkunde.jpg\" alt=\"Verfassungsurkunde des Deutschen Reiches\" width=\"864\" height=\"584\" srcset=\"https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/verf-1871-verfassungsurkunde.jpg 864w, https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/verf-1871-verfassungsurkunde-300x203.jpg 300w, https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/verf-1871-verfassungsurkunde-768x519.jpg 768w, https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/verf-1871-verfassungsurkunde-624x422.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 864px) 100vw, 864px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir Wilhelm,<br \/>\nvon Gottes Gnaden<br \/>\nDeutscher Kaiser, K\u00f6nig von Preu\u00dfen<br \/>\netc. etc. etc.<\/p>\n<p>Dieses &#8222;von Gottes Gnaden&#8220;, der Stein des Anstosses f\u00fcr manch geschichtsvergessenen (oder gar bewu\u00dft falschinformierenden) Zeitgenossen, wollen wir nun n\u00e4her beleuchten.<\/p>\n<p>War der K\u00f6nig von Preu\u00dfen ein Vasall des Papstes, ein Knecht Roms, ein Verfechter des r\u00f6mischen oder kanonischen Rechts? Wie verh\u00e4lt es sich mit <a href=\"https:\/\/wissen.ewigerbund.org\/10-vatikan-und-das-kaiserreich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vatikan und Kaiserreich<\/a>?<\/p>\n<p>Um diese Frage zu beantworten, m\u00fcssen wir tiefer in die preu\u00dfische Geschichte tauchen.<\/p>\n<p>Das K\u00f6nigreich Preu\u00dfen wurde 1701 gegr\u00fcndet, der brandenburgische Kurf\u00fcrst Friedrich III. aus dem Hause Hohenzollern liess sich in K\u00f6nigsberg\/ Ostpreu\u00dfen zum K\u00f6nig in Preu\u00dfen kr\u00f6nen. Bei der Kr\u00f6nung gelobte Friedrich III. &#8222;Preu\u00dfische K\u00f6nige seien um ihrer Untertanen willen in der Welt und nicht die Untertanen um der K\u00f6nige Willen.&#8220; Dies gelobten fortan alle preu\u00dfischen K\u00f6nige bei ihrer Kr\u00f6nung.<\/p>\n<p>Bei Wikipedia lesen wir \u00fcber die Kr\u00f6nung des Kurf\u00fcrsten Friedrich III. zu K\u00f6nig Friedrich I. zudem folgendes:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Am 13. Dezember 1700 setzte sich nach erhaltener Erlaubnis Kaiser Leopolds I. ein langer Zug von Berlin nach K\u00f6nigsberg, der preu\u00dfischen Hauptstadt, in Bewegung. Die Kr\u00f6nungsfeierlichkeiten fanden am 18. Januar 1701 statt. Um aller Welt seine Souver\u00e4nit\u00e4t zu dokumentieren, setzte Friedrich sich in der Schlosskirche des K\u00f6nigsberger Schlosses die Krone selbst aufs Haupt, kr\u00f6nte dann seine Gemahlin Sophie Charlotte und lie\u00df sich erst dann von zwei evangelischen Bisch\u00f6fen salben. Der Papst akzeptierte Friedrichs K\u00f6nigsw\u00fcrde nie, denn Preu\u00dfen war seit 1525 lutherisch, und Friedrichs Vater, der Gro\u00dfe Kurf\u00fcrst, hatte im Westf\u00e4lischen Frieden die evangelische Seite gegen das Papsttum vertreten.&#8220;<br \/>\nhttps:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_I._(Preu%C3%9Fen)<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Papst akzeptierte Friedrichs K\u00f6nigsw\u00fcrde also nie, lesen wir dort. Wie es dazu kam, schildert uns Heinrich von Treitschke:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Auf Luther&#8217;s Rath entri\u00df der Hohenzoller Albrecht der r\u00f6mischen Kirche das gr\u00f6\u00dfte ihrer geistlichen Territorien. Das gesammte Gebiet des neuen Herzogthums Preu\u00dfen war entfremdetes Kirchengut; des Papstes Bann und des Kaisers Acht trafen den abtr\u00fcnnigen F\u00fcrsten. Niemals wollte der r\u00f6mische Stuhl diesen Raub anerkennen. Indem die m\u00e4rkischen Hohenzollern die Herzogskrone ihrer preu\u00dfischen Vettern mit ihrem Kurhute verbanden, <strong>brachen sie f\u00fcr immer mit der r\u00f6mischen Kirche<\/strong>; ihr Staat [das K\u00f6nigreich Preu\u00dfen] stand und fiel fortan mit dem Protestantismus.&#8220; [2]<\/p><\/blockquote>\n<p>Das r\u00f6mische Papsttum stand also auf Kriegsfu\u00df mit den Hohenzollern, weil diese f\u00fcr den Protestantismus Partei ergriffen haben und sich damit direkt gegen den Vatikan wandten. Seit dem 30j\u00e4hrigen Kriege war Brandenburg\/ Preu\u00dfen der Zufluchtsort f\u00fcr Protestanten aus ganz Europa, die vor Verfolgung und Repressalien durch die katholische Kirche flohen.<\/p>\n<p>Nach Friedrich I. bestieg der Hohenzoller Friedrich Wilhelm I. den Thron Preu\u00dfens, der die Unabh\u00e4ngigkeit, Freiheit und Souver\u00e4nit\u00e4t des jungen protestantischen K\u00f6nigreiches gegen die Missgunst der r\u00f6misch-katholisch dominierten Reichsf\u00fcrsten und K\u00f6nige durch Ausbau und Perfektionierung des preu\u00dfischen Milit\u00e4rs erfolgreich behauptete, was ihm dem Beinamen &#8222;der Soldatenk\u00f6nig&#8220; einbrachte.<\/p>\n<p>Nach Friedrich Wilhelm I. Tod bestieg dessen Sohn Friedrich II. den Thron Preu\u00dfens, der mit dem ihm beigegebenen Namen der Gro\u00dfe unsterblich werden sollte. Friedrich II. machte alte Erbanspr\u00fcche auf Schlesien geltend und entriss dieses Land, in dem viele Protestanten lebten, dem \u00f6sterreichischen Hause Habsburg, das als Inhaber der r\u00f6mischen Kaiserkrone seit jeher fest unter der Kontrolle des Vatikans stand. Die protestantische Bev\u00f6lkerung in Schlesien litt entsprechend unter Repressalien und konnte ihren Glauben nicht frei ausleben. Friedrich behauptete Schlesien im siebenj\u00e4hrigen Krieg, obwohl Rom die Gro\u00dfm\u00e4chte Russland, Frankreich und \u00d6sterreich gegen das kleine Preu\u00dfen ins Feld f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Aufmerksame Leser werden an dieser Stelle bereits mit Recht vermuten, dass der Vatikan nicht gl\u00fccklich \u00fcber diese Entwicklung gewesen sein konnte. Unter der Regierung Friedrichs II. wurde denn auch zum ersten Mal \u00fcberhaupt in einem Staat die Religionsfreiheit eingef\u00fchrt: &#8222;Ein jeder muss nach seiner Fasson selich werden k\u00f6nnen. Der Fiskus muss nur davohr sorgen, dass eine Religion der anderen keinen Abbruch tuhe.&#8220; lesen wir von Friedrich II. in seinen Briefen. [3]<\/p>\n<p>An die Kurf\u00fcrstin-Witwe von Sachsen schreibt Friedrich II. am 3. Mai 1768 [3] gar folgendes:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/zitat-friedrich-II-papst-bin-ich.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-53\" src=\"https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/zitat-friedrich-II-papst-bin-ich-300x144.jpg\" alt=\"Friedrich II: Papst bin ich\" width=\"601\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/zitat-friedrich-II-papst-bin-ich-300x144.jpg 300w, https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/zitat-friedrich-II-papst-bin-ich-768x368.jpg 768w, https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/zitat-friedrich-II-papst-bin-ich-624x299.jpg 624w, https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/zitat-friedrich-II-papst-bin-ich.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unter Friedrich dem Gro\u00dfen, selber Philosoph und Freigeist, entwickelte sich das K\u00f6nigreich Preu\u00dfen nicht nur zur Gro\u00dfmacht in Europa sondern zur f\u00fchrenden Kraft der Aufkl\u00e4rung und daraus resultierend kam es zur Reformation des Staatswesens hin zur nat\u00fcrlichen Freiheit der Staatsb\u00fcrger. Er war es, der das Gesetzbuch &#8222;Allgemeines Landrecht&#8220; bei Cocejii in Auftrag gab, dessen Fertigstellung Friedrich der Gro\u00dfe selbst nicht mehr erleben durfte. Doch die von ihm damit eingeleitete Reformation des Rechts in Preu\u00dfen wirkt sich bis heute auf ganz Deutschland aus: Das Preu\u00dfische Landrecht von 1794 darf mit Fug und Recht als Vorg\u00e4nger des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuches (BGB) von 1900 angesehen werden.<\/p>\n<p>\u00dcber eben dieses Allgemeine Landrecht lesen wir bei <a href=\"https:\/\/preussenjournal.net\/2017\/06\/05\/treitschke-deutsche-geschichte-im-19-jhd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Heinrich von Treitschke<\/a> nun folgendes:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Zweck des Staates ist das allgemeine Wohl, nur um dieses Zweckes willen darf der Staat die nat\u00fcrliche Freiheit seiner B\u00fcrger beschr\u00e4nken, aber auch &#8211; alle bestehenden Privilegien aufheben. Der K\u00f6nig ist nur das Oberhaupt des Staates, hat nur als solches Rechte und Pflichten &#8211; und dies in Tagen, da Biener und andere namhafte Juristen das Privateigenthumsrecht der deutschen F\u00fcrsten an Land und Leuten noch als einen unbestreitbaren Rechtssatz verfochten. [&#8230;]<\/p>\n<p>Mit diesem Gesetzbuch sprach der alte Absolutismus sein letztes Wort: er umgab seine Gewalt mit festen Schranken, erhob das Gemeinwesen zum Rechtsstaate; er betrat zugleich, <strong>indem er die Herrschaft des r\u00f6mischen Rechts zerst\u00f6rte<\/strong>, ahnungslos den Weg, der zu einer neuen Rechtseinheit des deutschen Volkes f\u00fchren musste. [&#8230;]<\/p>\n<p>Der Glaube an die Herrschaft des Gesetzes, die Vorbedingung aller politischen Freiheit, ward eine lebendige Macht im Beamtenthum wie im Volke. Wenn der Staat bestand um des gemeinen Wohles willen, so f\u00fchrte eine unaufhaltsame Nothwendigkeit, von der Friedrich der Gro\u00dfe nichts ahnte, zu dem Verlangen: Aufhebung der Privilegien der h\u00f6heren St\u00e4nde und Theilnahme der Nation an der Staatsleitung.&#8220; [4]<\/p><\/blockquote>\n<p>Von der Zerst\u00f6rung des r\u00f6mischen Rechtes und von einer neuen Rechtseinheit des deutschen Volkes lesen wir erstaunt.<\/p>\n<p>Und wenn es darin heisst &#8222;Zweck des Staates ist das allgemeine Wohl&#8220;, m\u00fcssen wir augenblicklich an den Staatszweck des Deutschen Reiches denken, wie er in der <a href=\"https:\/\/reichsverfassungsurkunde.bismarckserben.org\/seite76.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pr\u00e4ambel der Bismarck&#8217;schen Reichsverfassung<\/a> festgehalten ist: &#8222;Schutz des Bundesgebietes sowie des innerhalb desselben g\u00fcltigen Rechts und zur Pflege der Wohlfahrt des deutschen Volkes.&#8220; heisst es dort.<\/p>\n<p>Otto von Bismarck weitete nicht nur die Unabh\u00e4ngigkeit und Freiheit des preu\u00dfischen Protestantismus gegen\u00fcber dem Vatikan auf das gesamte Deutsche Reich aus &#8211; er schlang mit der Reichsverfassung ein ewiges Band um das Erbe Friedrichs des Gro\u00dfen und legte damit den Grundstein f\u00fcr die Freiheit aller Deutschen:<\/p>\n<p>&#8222;Die Rechtsf\u00e4higkeit des Menschen beginnt mit der Vollendung der Geburt.&#8220;<br \/>\n(\u00a71 BGB)<\/p>\n<p>Ja, der Deutsche Kaiser ist als K\u00f6nig von Preu\u00dfen tats\u00e4chlich von Gottes Gnaden.<\/p>\n<p>Der Deutsche Kaiser war aber kein Knecht Satans, denn das Deutsche Reich manifestierte das <strong>Kaisertum des Protestantismus<\/strong> und damit die Unabh\u00e4ngigkeit aller Deutschen von der Knute Roms und vom sch\u00e4ndlichen Einfluss der r\u00f6misch-katholischen Universalkirche auf die Menschheit. Einen erhellenden Einblick in die Intensit\u00e4t, mit der Kulturkampf tats\u00e4chlich insbesondere zwischen dem preu\u00dfischen Staat und dem Vatikan gef\u00fchrt wurde, gibt des erste Teil des dritten Bandes &#8222;<a href=\"https:\/\/preussenjournal.net\/2019\/05\/13\/das-staatsrecht-der-preussischen-monarchie-von-roenne\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Das Staatsrechtsrecht der preu\u00dfischen Monarchie<\/a>&#8220; im Kapitel &#8222;Katholische Kirche&#8220;.<\/p>\n<p>Die daraus resultierenden Bestrebungen der jesuitisch kontrollierten Zentrumspartei im Deutschen Reich, wie auch ihre Rolle beim Putsch im November 1918 mag einjeder selber f\u00fcr sich in Erfahrung bringen. Es war \u00fcbrigens ein gewisser Reichskanzler Hitler, der mit dem Reichskonkordat dem Vatikan die T\u00fcr zum Reich wieder \u00f6ffnete, jene T\u00fcr, die Otto von Bismarck dem Satan vor der Nase zuschlug.<\/p>\n<p>Eine abschlie\u00dfende, unmissverst\u00e4ndliche Deutung des Gottesgnadentums des Deutschen Kaisers liefert Papst Benedikt XV., der nach dem Putsch am Kaiser und dem &#8222;Ende&#8220; des ersten Weltkrieg jubilierte:<\/p>\n<p><strong>&#8222;Jetzt hat Luther den Krieg verloren!&#8220; <\/strong>[5]<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>oder auch der polnische Kardinal Stefan Wyszinksi, der 1965 sagte:<\/p>\n<p>&#8222;<strong>Mit der Wiedergewinnung [der deutschen Ostgebiete], mit der Vernichtung des preu\u00dfischen Staates und der Zerschlagung des Deutschen Reiches hat die GEGENREFORMATION ihr Ziel erreicht.<\/strong>&#8220; [6]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellenangaben:<br \/>\n[1] US-Historiker und Leopold-von-Rankepreistr\u00e4ger David L. Hoggan in seinem Buch &#8222;Meine Anmerkungen zu Deutschland&#8220;, 1988<br \/>\n[2] Heinrich von Treitschke &#8211; Deutsche Geschichte im 19. Jhd Band 1<br \/>\n[3] Der K\u00f6nig &#8211; Friedrich der Gro\u00dfe in seinen Briefen<br \/>\n[4] Heinrich von Treitschke &#8211; Deutsche Geschichte im 19. Jhd Band 1<br \/>\n[5] zitiert in Karlheinz Deschner, &#8222;Opus Diaboli&#8220;, S. 151<br \/>\n[6] zitiert in Else L\u00f6ser, &#8222;Polen und die F\u00e4lschung seiner Geschichte&#8220;, 1982<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artikel als Podcast anh\u00f6ren: Wir wollen heute auch endg\u00fcltig mit einer weiteren niedertr\u00e4chtigen Desinformation aufr\u00e4umen, die in Videos und sozialen Medien immer wieder gerne genutzt wird, um den Deutschen ihr&#8230; <a class=\"read-more-link\" href=\"https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/2018-09-11-das-gottesgnadentum-des-deutschen-kaisers\/\">Read more &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":53,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[30],"tags":[9,12,19,29,16,7,10,11],"class_list":["post-51","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte","tag-geschichte","tag-hohenzollern","tag-kaiser","tag-koenig","tag-preussen","tag-protestantismus","tag-rom","tag-vatikan"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.3 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Das Gottesgnadentum des Deutschen Kaisers. - Bismarcks Erben.<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/bismarckserben.org\/aktuelles\/2018-09-11-das-gottesgnadentum-des-deutschen-kaisers\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das Gottesgnadentum des Deutschen Kaisers. - Bismarcks Erben.\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Artikel als Podcast anh\u00f6ren: Wir wollen heute auch endg\u00fcltig mit einer weiteren niedertr\u00e4chtigen Desinformation aufr\u00e4umen, die in Videos und sozialen Medien immer wieder gerne genutzt wird, um den Deutschen ihr... 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